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Reisebericht Kuba – Tag 5: Cienfuegos – Stauseetour 3 nach Trinidad

  • Am nächsten Morgen wanderten wir frisch geduscht zum Frühstücksbuffet. Dort ließen wir uns die große Auswahl an Omlett, Wurst, Käse, Säften und Gebäck schmecken. Was aber nach soviel Auswahl aussah, entpuppte sich bei Käse und Keksen allerdings als Irreführung der Gäste. Hauptsache es hat eine andere Form, dann muss es auch eine andere Sorte sein-meinte mein Freund. :) Trotz alledem schmeckte es sehr gut und gut gestärkt brachen wir danach auf um uns Cienfuegos Innenstadt anzuschauen. Dort gab es auch so etwas wie eine Fußgängerzone, die direkt zum Parque Martí führte. Dort angekommen machten wir von allen Sehenswürdigkeiten rund um den Platz Fotos und ließen die Zeit in der Sonne verstreichen. Auf dem Rückweg zum Auto wurden wir auf eine kleine Aufführung mitten zwischen den Häusern aufmerksam. Eine junge Dame, sang in musikalischer Begleitung. Auch wenn wir nichts verstanden, hielten wir an um uns dieses Schauspiel nicht entgehen zu lassen. Vorbei an diversen Geschäften die mehr für Touristen waren, kamen wir auch an Läden vorbei in denen anscheinend nur die Einheimischen einkauften. Diese wirkten auf uns wie Tante Emma Läden. Man sah Putzeimer neben Motorradhelmen und im Schaufenster waren nach DDR-Manier Putzschwämme neben Gläsern und Messern ausgestellt. In einem Elektroladen sah man nach unserer Ansicht nach alte TV-Geräte und total überteuerte Mikrowellen und Kühlschränke. Nach diesem “Kulturschock” machten wir uns auf den Weg zum Auto um unsere heutige Tour – wieder ein Teilstück aus der Reiseführerempfehlung – bis zum Ziel Trinidad fortzusetzen. Nach einigen Fotos an der Küste in tosender Brandung – man kann ganz schön nass werden bei dem “fast” umwerfenden Spektakel machten wir uns auf den Weg ins Landesinnere. Vorbei an vielen Zitrusplantagen bogen wir nach einigen Kilometern (nach Barajagua) südlich in Richtung der Berge ab. Unser Ziel sollte der Hanabanilla-Stausee sein. Laut Reiseführer “müsse man zum Hotel dort laufen oder ein Boot nehmen”. Dort angekommen verstanden wir vom Parkwächter mal wieder kein Wort, drückten aber wie fast überall üblich die obligatorische Parkgebühr ab und wandten uns zum Staudamm. Ein weiterer Kollege versuchte uns mehrere Minuten lang zu einer Fahrt mit seinem Boot zu überreden, da uns aber die Preise die er nannte viel zu hoch erschienen, machten wir uns zu Fuß auf den Weg die Gegend zu erkunden. Was mich wunderte, war die Straße die Richtung Hotel führte, warum soll man also lt. Reiseführer nur laufen können oder ein Boot brauchen. Hum… nach einigen Metern, den Staudamm entlang wusste ich wieso: Die Straße versankt einfach im See und tauchte nach ca. 40m auf der anderen Seite einfach wieder auf. Aha, das war also das ganze Geheimnis. Am Ufer graste ein Maulesel und wir näherten uns vorsichtig und stellten fest, dass man um den kleinen Teil des Sees herumlaufen konnte, der die Straße überflutet hatte.

    Wir fuhren den gleich Weg wieder zurück und wendeten uns ostwärts Richtung Manicaragua. An Straßenschildern die man teils fast nicht mehr entziffern konnte, fuhren wir weiter durch fast tropisch wirkende Landschaften. Wir durchquerten immer wieder kleinere Ort, sahen lachende Kinder in Schuluniform am Straßenrand oder begegneten LKWs die zu Bussen umfunktioniert waren. Bei Jibacoa machten wir an einer Bar am Straßenrand halt um mit Blick auf den Stausee einen Cuba Libre zu genießen. Nach dieser kurzen Rast setzen wir unsere kurvenreiche Fahrt auf schlaglochübersähten Straßen durch die Bergwelt fort. In der Kurstadt Topes de Collantes sahen wir das Kurhotel Escambray-schon komisch in Kuba dieses doch sehr deutsche Wort zu lesen und verließen nach einer kurzen Runde diesen sehr verlassen wirkenden Ort. Gegen halb sieben erreichten wir eine kleine Wirtschaft mit Aussichtsmöglichkeit oberhalb von Trinidas. Wir wanderten die wenigen Treppenstufen nach oben und beobachteten die Sonne beim untergehen im Meer. Unter uns lag Trinidad schon mit Straßenlaternenbeleuchtung, hinter uns die tropische Bergwelt Kubas.

    Unser Hotel-Las Cuevas-sollte diesmal auch wieder ein Tip aus dem Reiseführer sein und auch hier hatten wir Glück und fanden tatsächlich auf Anhieb hin. An der Rezeption bekamen wir sofort ein Zimmer und auch einen Kofferboy zugewiesen, der zu uns ins Auto stieg und mit uns zu unserem Bungalow fuhr. Wie sich nach wenigen Metern herausstellte, sprach der etwas 60 Jahre alte Mann fast fließend deutsch und somit unterhielten wir uns während der kurzen Fahrt, allerdings auch danach mit ihm über seine Leidenschaft für Deutschland. Er war noch nie dort gewesen, doch faszinierte ihn die Sprache und er hätte auch schon ein Buch in deutsch geschrieben. Wahnsinn, was man nicht alles für nette Leute trifft. Im Zimmer angekommen, fotografierten wir als erstes den tollen Schwan aus Handtüchern und den netten Gruß des Zimmermädchens. Beinah hätte ich nach einem kurzen Toilettengang und dem Betätigen der Spülung einen kleinen braunen Frosch umgebracht, konnte ihn aber mit Klopapier aus dem WC fischen. Frosch gerettet, umgezogen und ab etwas Essen gehen. Auf dem Weg zum Hotel waren wir an einem netten Restaurant vorbeigekommen, in dem wir einkehren wollten. Es gab einen schönen Innenhof und ein Art Rundgang in der man überdacht sitzen konnte. Obwohl es sehr einladend wirkte, war nichts los. Wir bestellten Bier und liesen uns die Speisekarte bringen. Leider waren auch hier einige Gerichte aus, was uns aber mittlerweile nicht mehr weiter berührte. Wir bestellten Steak mit Beilagen und ich war positiv überrascht was man alles mit was kombinieren kann und wie lecker es hier schmeckte. Nach diesem Abendessen zogen wir uns wieder in unser Hotel zurück und es kam wie es kommen musste, der kleine Frosch musste schon wieder aus der Toilette gerettet werden. Nach dieser guten Tat und dem anstrengenden Tag gingen wir zu Bett und begaben uns ins Traumreich.

    Reisebericht Kuba Übersicht

    Reisebericht Kuba – Tag 1: Anreise
    Reisebericht Kuba – Tag 2: Havanna
    Reisebericht Kuba – Tag 3: Fahrt nach Pinar del Río
    Reisebericht Kuba – Tag 4: Soroa (Orchideen, Fahrt nach Cienfuegos)
    Reisebericht Kuba – Tag 5: Cienfuegos – Stauseetour 3 nach Trinidad
    Reisebericht Kuba – Tag 6: Trinidad – Zentral nach Ostkuba (Bayamo)
    Reisebericht Kuba – Tag 7: Ostküstentour (Bayamo-Santiago de Cuba)
    Reisebericht Kuba – Tag 8: Santiago de Cuba – Holguin – Flug nach Havanna
    Reisebericht Kuba – Tag 9-15: Strandurlaub Varadero
    Reisebericht Kuba – Tag 12: Delphin-Katamaran-Tour Insel Coyo Blanco
    Reisebericht Kuba – Tag 15: Heimreise
    Reisebericht Kuba – Hotelcheck
    Reisebericht Kuba – Wetter


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